Vulkanroute bei Vollmond mit Sonnenaufgang

Unterschiedlicher können Dunkelheit, Schatten und Kontraste und nicht sein: Diese Wanderung ist mystisch, einzigartig und eines der außergewöhnlichsten Erlebnisse auf La Palma.
Start ist am Refugio el Pilar auf 1450 m, wie bei der klassischen Vulkantour.
Beeindruckend und gespenstisch werfen riesige Kiefern ihren Schatten auf die Landschaft und tauchen alles in Dunkelheit. Zwischen den Ästen scheint der Mond durch, sorgt für spannende Hell-/Dunkelkontraste und verleiht der Natur ein völlig neues Aussehen. Es gibt keine Straßenlampen, einzige Lichtquelle sind der Mond und die Sterne, die den Weg hell beleuchten. Wir wandern 550 m bergauf und genießen den freien Blick auf Mond und Sternenbilder. Die Sterne sind übrigens trotz hellem Mond sehr gut zu sehen. Jede Wanderung bietet Überraschungen: Bei der letzten Tour am 28.10. 15 war ein besonderes Sternenbild am Himmel erkennbar. Von Horizont unten waren Mars, Venus und Jupiter wie an einer Perlenkette aufgereiht gut zu sehen.
Nach ca. 1 Std. kommen wir aus dem Wald und jetzt wird es richtig hell. Der Mond verwandelt mit seinem Licht und den Schatten die er wirft, die Vulkanlandschaft in eine Mondlandschaft. Alles erscheint unwirklich, Tiergeräusche lassen die bizarren Formen und Schatten noch traumhafter erscheinen. Alles sieht vollkommen anders aus als tagsüber und ist kaum wiederzuerkennen. Wir machen die Tour so, dass wir zum Sonnenaufgang auf dem höchsten Berg der Vulkanroute angekommen sind, dem Deseada auf 1942 m Höhe. Hier erleben wir den Sonnenaufgang fast wie eine Rückkehr in das normale Leben, das wir tagsüber gewohnt sind. Meistens geht der Mond im Westen fast zeitgleich unter, sobald die Sonne im Westen aufgeht.

Weiter geht‘s über den Vulkan Martin nach Fuencaliente zum wohlverdienten Frühstück.

Start der Vollmondwanderung mit Sonnenaufgang ist morgens je nach Jahreszeit ca. 4.00 Uhr am Refugio el Pilar, Abfahrt ist demnach in Puerto Naos ca. 3:30 Uhr

Wanderzeit: 6 h | + 500m / -1250m | ca. 20km