Über Lavaströme

Unser Wanderbus bringt uns Richtung Fuencaliente bis zur, wie eine Moschee gebaute, Kapelle Ermita de Santa Cecilia.

Über den alten Königsweg wandern wir durch bizarre Lavaformationen. Unser erster Lavastrom stammt vom Ausbruch des Vulkans Charco, der im Jahr 1712 an drei Stellen unterhalb der Cumbre Vieja aufbrach und bis Charco Verde, südlich von Puerto Naos reicht. Hier schuf er, gemeinsam mit dem vorher ausgebrochenen Vulkan Jedey/Tajuya und später dem San Juan eine, die Insel vergrößernde Lavaplattform.

Wir erhalten fantastische Einblicke in die Geschichte der letzten 600 Jahre und die Entstehung der Südspitze La Palmas.

Der alte Camino Royal führt uns durch verlassene Dörfer und vorbei an Kultstätten der Altkanarier. In einem Tagaror, dem Versammlungsplatz der Ureinwohner halten wir eine Rast. Die magische Wirkung ist einfach unbeschreiblich.

Unser Weg erreicht nun den zweiten Lavastrom des Vulkans Jedey/Tajuya aus dem Jahr 1585, dessen Ursprung wir in den Zinnen und der mächtigen Staukuppe in einiger Entfernung sehen können.

Immer wieder haben wir fantastische Ausblicke über den Atlantik und das Aridanetal, sowie vor uns liegend, die nordwestliche Steilwand der Caldera de Taburiente.

Wir erreichen nun die kleine Ortschaft San Nicolas und treffen kurz danach auf den Lavastrom des Vulkans San Juan.

Im Jahr 1949 brach die die Cumbre Vieja an drei Stellen, Vulkan Duraznero, Hoyo Negro und am Ursprung unseres Stromes, am Llano del banco auf. Aus einer unscheinbaren Felsspalte entstand einer der eindrucksvollstes Lavaströme der Insel, mit unzählbaren Röhren (Tubos). An der längsten Röhre (560m), dem Tubo de Todoque, führt unser Weg vorbei. Die Lava sieht hier so aus, als wäre der Strom erst vor kurzem erstarrt. Durch die eindrucksvolle Lavalandschaft erreichen wir über schmale Trampelpfade unser Ziel, den künstelerisch gestalteten Platz von Las Manchas, die Plaza La Glorieta. Erbaut wurde dieser wunderschöne Ort vom palmerischen Multitalent Louis Morera, einem Schüler des weltbekannten Cesar Manrique.

Wanderzeit: 3 h | + 250m / -250m | ca. 6km