Die große Vulkanroute

 

Von El Paso kommend, fahren wir die schmale Landstraße aufwärts und passieren den Vulkan
Tacande. Zur Zeiten der Eroberung durch die Spanier 1492, rauchte der etwa 1470 ausgebrochene Vulkan noch und so erhielt er den Namen Montaña Quemada, was soviel wie “verbrannter Berg” bedeutet. Anschließend durchfahren wir das Llano de Jable, ein riesiges Lava-Aschefeld, um kurze Zeit später unseren Anfangspunkt der Wanderung zu erreichen. Hier, am Refugio El Pilar, einem Grill- und Freizeitplatz auf 1450m Höhe, wandern wir auf einer der schönsten Routen La Palmas, über die Vulkankette der Cumbre Vieja. über 120 Vulkane reihen sich im jüngsten Teil der Insel aneinander, wie Perlen an einer Schnur. Wir befinden uns auf einer der aktivsten Vulkanischen Zonen der Erde. Unser Weg steigt durch den Pinienwald stetig an, führt uns, mit wunderschönen Blicken auf das Aridanetal und die Cumbre Nueva, vorbei am Fuße des Birigoyos, der vor mehr als 6000 Jahren einen riesigen Lava- und Aschestrom Richtung Meer schickte und kaum Vegetation aufweist. Weiter bergwärts verlassen wir nun den Pinienwald und erreichen eine wunderschöne Aussichtsstelle an der wir beide großen Städte, Santa Cruz und Los Llanos sehen können. Jetzt steigen wir leicht abwärts zum Hoyo Negro, dem 140m tiefen “schwarzen Loch”, 1949 spie es erneut Asche und Lava.
(Für Wanderer, denen die 20km zu lang sind, besteht von hier alternativ die Möglichkeit gemütlich wieder zurück zum Refugio El Pilar zu wandern.) Links von uns sehen wir den eindrucksvollen Pico Nambroque und vor uns auf dem Weg den Vulkan Duraznero. Ebenfalls 1949 brach dieser auf und formte einen Lavasee, aus dem ein schmaler Strom Richtung Mazo bis ans Meer floss. Entlang des Kammes kommen wir zum höchsten Punkt unserer Wanderung zum Vulkan Deseada auf 1945m Höhe. Hier genießen wir die wunderschönen Aussichten über die Insel, sowie bei gutem Wetter auch auf die Nachbarinseln El Hierro, La Gomera und Teneriffa. Abwärts auf dem Weg über die Hexenebene sehen wir den fast vegetationslosen, rötlich schimmernden Vulkan Martin, überqueren die etwa 11.000 Jahre alten Lavafelder und wandern dann wieder in den Pinienwald. Über Forstpisten und schmale Wege geht es an der Fuente de los Roques, einem Refugio vorbei. Eine halbe Stunde später erreichen wir Fuencaliente, wo wir in die Bar Parada einkehren können, bis der Bus uns zum Ausgangspunkt zurück bringt.

Wanderzeit: 6 h | + 500m / -1250m | ca. 20km